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Eintrag 2 von 13 Einträgen in Hexenlexikon Q

Hexenlexikon Q

Qi (Chi)

  Qž (Chi) wird in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) als generelle Lebensenergie oder Energie des Spirituellen angesehen, es ist ein Teil von allem, was existiert. Es ist in Japan als Ki und in Korea als Gi bekannt. Es nehmen, v.a. in Asien, verschiedene Religionen auf diese metaphysische Energie Bezug. Qi wird im deutschen als Tschi ausgesprochen. Die philosophischen Urpruenge eines Stroms an Qi, der auch den Koerper durchstroemt, gehen auf sehr fruehe chinesische Traditionen zurueck. Somit ueberraschte etwa die Entdeckung von Bazillen als Krankheitserreger nicht, da sie phaenomenologisch schon seit ueber 2000 Jahren bekannt waren, und leicht das Konzept des Abwehr-Qi mit dem Konzept der Immunabwehr erweitert werden konnte.

Die Begruendung der chinesischen Medizin wird im Mythos HuŠngdž (deutsch: Gelber Kaiser) zugeschrieben. Er ist einer der S?nhuŠng (deutsch: Drei Erhabene, fuenf Kaiser). Seine Lebenszeit wird in die Zeit der Xia-Dynastie gelegt. In Anlehnung und in Berufung auf diesen Kulturheroen wurden zahlreiche Werke der Medizin mit seinem Namen geschmueckt. So unter anderem das Huangdi-neijing, das in seinen aeltesten Teilen bis in die Zeit der streitenden Reiche zurueck geht.

Hergeleitet von der TCM wird angenommen, dass der menschliche Koerper im Inneren Funktionskreise oder auch sog. Elemente aufweist, die mit einem Energiefluss an der Oberflaeche korrespondieren. Man nennt diese Kanaele des Energieflusses Leitbahnen oder Meridiane. Krankheit ist ein Produkt der Unterbrechung dieses Flusses. TCM versucht durch verschiedene Praxen physische Krankheiten mit einem Ausbalancieren des Qi-Flusses im Koerper zu kurieren: Einige dieser Techniken enthalten Pflanzenmedizin, spezielle Diaeten und Ernaehrungslehren sowie Akupunktur. Da ein sog. vorgeburtliches Qi nicht vermehrt werden kann, steht die TCM Hungerkuren sehr kritisch gegenueber. Sie sollten nicht im Alltag durchgefuehrt werden, sondern nur spirituellen Zwecken, etwa zur Meditation dienen.

In einigen Kampfkuensten wird die Benutzung von Qi trainiert und kann dort auch erfahren werden. Beispiele sind Aikido (das japanische Ki entspricht dem chinesischen Qi), Shaolin Kung-Fu, Taijiquan und Qigong. Auch die Lehren des Feng Shui benutzen als wesentliches Element den Fluss des Qi.


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