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Eintrag 6 von 221 Einträgen in Hexenlexikon A

Hexenlexikon A

Abadir

  Aba´dir, Abbadir, Abdir. So heisst der Stein, den die Rhea ihrem Gatten Kronos zu fressen gab. Damit taeuschte sie ihn, da Kronos sonst alle seine Kinder zu verschlucken pflegte. Ihm war naemlich geweissagt, dass einer seiner Soehne ihm dereinst die Herrschaft entreissen wuerde, so wie er selbst seinen Vater Uranus gestuerzt hatte.

Rhea, die ihre Kinder nicht weiter in seinem Rachen verschwinden sehen wollte, gab ihm statt des kleinen Zeus einen in eine Windel (oder ein Ziegenfell) gehuellten Stein und versteckte den echten Sohn. Den eingewickelten Stein betraeufelte sie mit ihrer Milch, was daneben tropfte bildet als Galaxie die heutige Milchstrasse.

Den Stein verschluckte Kronos auf dem Berge Thaumasium in Arkadien. Die Speise bekam ihm nicht, doch die Metis gab ihm ein Brechmittel, dass er ihn auswuergen koenne.

Ein Jahr nach der List der Rhea soll Kronos zuerst den Stein erbrochen und danach alle seine Kinder wieder von sich gegeben haben. Den Stein stellte Zeus nun im heiligen Pytho am Hang des Parnassos auf, „als Zeichen fuer kuenftige Zeiten und Wunder fuer sterbliche Menschen.” (Theogonie, 492-500)

Andere Bedeutung: Abbadir (phoen. „herrlicher Vater”) hiessen auch einige in Karthago verehrte Gottheiten. Ihre Priesterschaft waren die Encaddiren.


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